Ironman hamburg

6 Amateure, die neben dem ganz normalen Alltag von Arbeit und Familie sich seit mehr als 6 Monaten auf diesen einen Tag vorbereitet haben. Und dieser eine Tag geht an die körperlichen Grenzen. Im Ziel winkt der Lohn ein echter Ironman zu sein.

6 Sportler gleich 6 unterschiedliche Geschichten von dem einem Tag, denn jeder hat diesen anders erlebt, ist an anderer Stelle an seine Grenzen gestoßen, musste an anderer Stelle kämpfen und beißen, seinen Schweinehund überwinden.

Zuerst zu den Fakten: Thorsten Wagener, Stefan Kordel, Olivier Zimmer, Christian Fastner, Martin Pyka und Markus Althoff vom OTV Endurance Team finishten alle den Ironman!

Die Strecke kann aufgrund der Länge und der Sehenswürdigkeiten in jedem Reiseführer für Hamburg stehen, allerdings mit der Bemerkung, das man dafür S-und U-Bahn nutzen sollte und mindestens ein langes Wochenende einzuplanen hat. Um einen Eindruck von der Strecke zu bekommen, anbei der Streckenverlauf in Kurzform:

Start um ab 6:50 Uhr als Rollingstart am Jungfernstieg, Ausstieg am Rathausmarkt

Schwimmen über 3,8 km in Binnen und Außenalster mit kurzem Landgang nach 2,6 km.

Radstrecke: 2 Runden à 91 km um die Alster, bis Buchholz und zurück, mit der Köhlbrandbrücke, die normalerweise für Radfahrer gesperrt ist, als Highlight. Die Radstrecke ist mit insgesamt 1000 Höhenmetern und vielen Kurven und Anstiegen allerdings sehr anspruchsvoll und nicht zu unterschätzen.

Laufen: 4 Runden an Binnen und Außenalster, weitere Besonderheit ist die längste Wechselzone der Welt mit ca. 550 m Länge

Und nun zu den Geschichten, die sich hinter den Zeiten verbergen.

Die Wetterbedingungen waren an dem Sonntag, den 13.8.17 perfekt. Nicht zu heiß mit 20 Grad, endlich kein Regen mehr, lediglich der Wind auf der Radstrecke erschwerte den Radfahrern das Leben. Trotzdem mussten die OTVler einige Hindernisse auf dem langen Weg ins Ziel meistern.

Thorsten Wagener, AK 45, erfahrener Ironman, musste diesmal bis an seine Grenzen gehen, er meisterte dies mit Bravour. Bereits auf der Schwimmstrecke die erste Herausforderung. Er bekommt einen Tritt ins Gesicht und verliert dabei die Schwimmbrille. Er schwimmt weiter und erreicht eine für ihn durchschnittliche Schwimmzeit. Die zweite Herausforderung lässt nicht lange auf sich warten. Bereits nach 200m auf dem Rad wird Thorsten abgedrängt, stürzt und schlägt in eine Tunnelwand ein. Folge sind Prellungen, Abschürfungen und ein gebrochener, blutender Zeh und richtig Wut im Bauch. Diese Wut beflügelt ihn so sehr, dass er von km zu km besser in das Rennen kommt und die 180 km Rad in 5:49:33 Std. bewältigt. Auf der Marathonstrecke beflügeln ihn seine Frau und die Freunde sowie die vielen Zuschauer, die an der gesamten Pendelstrecke stehen und die Sportler anfeuern. Thorsten läuft in sehr guten 3:41:05 Std. den Marathon und finished in der sehr guten Zeit von 10:52:48 Std. den Ironman. Die Wut ist einem absoluten Glücksgefühl gewichen.

Stephan Kordel, AK 45, bedankte sich zuerst beim Wettergott, das die Alster mit knapp 18,5 Grad zu kalt für ein Neoverbot war und er diesen beim Schwimmen tragen durfte. Beflügelt durch seine gute Schwimmzeit von 1:12 Std. stieg er mit einem Lachen im Gesicht auf das Rad und fuhr voller Motivation die ersten km an. Die erste Runde von 90 km war sehr schnell und sein Puls schoss in die Höhe. Da sich Stephan aber gut fühlte, fuhr er weiterhin kontrolliert sein Rennen und kam in neuer Bestzeit in 5:51:39 Std. in die Wechselzone. Den abschließenden Marathon begann er hoch konzentriert und vergaß dank der zahlreichen Fans an der Strecke alle Schmerzen. Er konnte hier den Erfolg für sein Training einfahren und läuft diesen in 4 Stunden. Beim Zieleinlauf lässt er seiner Freude freien Lauf und genießt den Applaus der Menge für seine Bestzeit von 11:24:19 Std.

Auch Christian Fastner, AK 45, bereitete sich sehr dizipliniert auf den Start in Hamburg vor. Bereits im Winter bestritt er viele lange Läufe, hielt sich strikt an seine Trainingsvorgaben. Zwei Wochen vor dem Start in Hamburg dann das Malheur. Die Wade streikt beim Laufen. Resultat Wadenzerrung! Dank der guten Behandlung vom Teamkollegen Thorsten Wagener (Praxis Atho) konnte Christian starten. Mit einer guten Schwimmleistung ging es ab auf die Radstrecke. Christian radelte im gleichmäßigen Tempo an seine Bestzeit heran und wechselte zuversichtlich in der Wechselzone in die Laufschuhe. Die Wade war anscheinend nicht so begeistert von der erneuten Belastung und streikte bereits am Anfang der 42 km. Aber ein Ironman lässt sich durch nichts aus dem Konzept bringen. Christian verlangsamte die Geschwindigkeit deutlich, aber er lief weiter und konnte bei den letzten 10 km das Tempo dann noch anziehen und lief nach 12:03:32 Std. glücklich ins Ziel.

Olivier Zimmer (AK 50) beherrscht alle drei Diziplinen und hat keine wirkliche Schwachstelle im Triathlon. So verlief sein „Schwimmen“ im anvisierten Zeitrahmen und er kam in der Zeit von 1:13:33 Std. aus dem Wasser. Auf der Radstrecke überholte er km für km immer mehr Konkurrenten. Allerdings fiel ab km 72 das Tacho aus und Oli fuhr den Rest der Radstrecke nur noch nach Gefühl. Umso erfreulicher der gute Radsplit (5:37:06) trotz teils schwieriger Strecke mit Wind und einigen Steigungen bei insgesamt ca. 1000 Höhenmetern. Eine Bestzeit war im Bereich des Machbaren. Und es lief während der ersten 20 km auf der Laufstrecke wie am Schnürchen, jedoch machte sich dann sein Magen bemerkbar. So schränkten ihn diese Magenprobleme in der zweiten Marathonhälfte ein und er verlangsamte sein Tempo. Er lief dann unter tosendem Beifall über die Ziellinie und freute sich über seine zweitbeste Zeit von 11:44:08 Std., wobei er die Bestzeit lediglich um 8 Minuten verpasste.

Martin Pyka (AK 40) hatte vor dem Start eigentlich nur das Ziel, den Ironman zu finishen. Seine Vorbereitung war nicht so perfekt gewesen, das er mit dem Erreichen einer Bestzeit rechnen konnte. Mit einer gesunden Einstellung und ohne Druck ging er an den Start und zeigte eine coole Vorstellung. Die Schwimmstrecke meisterte er in 1:24:33 Std., auf dem Rad lief es rund und er wechselte nach 6:10 Std. vom Rad auf die Marathonstrecke. Hier lief er ruhig, aber konstant sein Tempo. Im Ziel freute er sich über einen perfekten Triathlon, den er ohne Widrigkeiten in 12:46:09 Std. finishte.

Markus Althoff (AK 50) liebt im Gegensatz zu vielen anderen Triathleten die erste Diziplin, das Schwimmen. So startete er hier in einer der vorderen Reihen und schwamm in sehr schnellen 60 Minuten die 3,8 km lange Strecke. Mit den ersten Glücksgefühlen im Bauch ging es erst flott weiter auf dem Rad, jedoch erwiesen sich die Anstiege und die vielen Kurven als recht schwierig zu fahren. Ab der zweiten Runde erschwerte der Gegenwind zusätzlich das Fahren und zum Ende der 180 km wurden die Beine von Markus schwerer. Von der tollen Stimmung der zahlreichen Zuschauer an der Alster getragen, ging es auf die Laufstrecke. Ab dem Halbmarathon wurde der Akku von Markus immer leerer und ab km 30 war der Strom sprichwörtlich weg. Markus bewältigte die letzten 12 km dann im Wechsel zwischen Gehen, Walken und Laufen und erreichte nach 12:55:54 Std. das Ziel. Auch er wurde gebührend von den Fans gefeiert und vergaß in diesem Moment die Schmerzen.

Im Nachhinein ziehen alle OTVler ein positives Fazit und sind begeistert von der Veranstaltung: „Der Ironman Hamburg war in seiner ersten Auflage ein riesiger Erfolg. Hamburg ist eine begeisterte Sportstadt – wo es immer wieder Spaß macht zu starten.“

Ergebnisse:

Olivier Zimmer AK 50 Platzierung Gesamt / AK: Gesamtzeit 11:44:08 (Platz 1034, AK Platz 117)

Thorsten Wagener AK 45 Platzierung Gesamt / AK : Gesamtzeit 10:52:48 (Platz 578, AK Platz 96)

Stephan Kordel AK 45 Platzierung Gesamt / AK : Gesamtzeit 11:24:19 (Platz 810, AK Platz 152)

Christian Fastner AK 45 Platzierung Gesamt / AK : Gesamtzeit 12:03:32 (Platz 1131, AK Platz 221)

Martin Pyka AK 40 Platzierung Gesamt / AK : Gesamtzeit 12:46:09 (Platz 1345, AK Platz 230)

Markus Althoff AK 50 Platzierung Gesamt / AK : Gesamtzeit 12:55:54 (Platz 1388, AK Platz 227)

Source : http://www.lokalkompass.de/oberhausen/sport/ironman-2017-das-erste-mal-in-hamburg-d784209.html

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