Verplappert: Sophia & Bert Wollersheim Schon 1 Jahr Getrennt

Noch tuschelt das Publikum, jemand hebt die Hand zum Gruß, eine ältere Frau fächelt sich Luft mit dem Programmheft zu. Und dann ganz plötzlich, Stille und Scheinwerferlicht. 600 Augenpaare zieht es auf die Bühne des alten Klösterle.

Franz ist auf der Flucht

Franz von Dorsigny, ein junger Leutnant, ist auf der Flucht. In seinem Straßburger Regiment hat er sich duelliert und den Kontrahenten schwer verletzt. Dass er es unbehelligt bis nach Hause geschafft hat, verdankt er nur einem Umstand – setzt sich Franz eine Perücke auf, so sieht er seinem Onkel zum Verwechseln ähnlich, und sein Onkel ist immerhin der Oberst von Dorsigny. Das Duell ist aber nicht der einzige Grund, warum Franz in die Heimat galoppiert.

Verliert er Sophie an einen Anderen?

Seine Cousine Sophie, die Frau, die er schon immer liebt, soll heiraten. Aber nicht ihn, sondern Lormeuil, einen jungen Mann aus Paris. „Es ist aus! Aus und vorbei“, klagt Franz seiner Schwester und seinem Diener Champagne. Soll er sich dem Schicksal fügen? Champagne hat eine abenteuerliche Idee…

Der Onkel ist nach Paris gereist, um Sophies Bräutigam abzuholen, des Onkels Abwesenheit soll sich Franz zu Nutze machen. „Sie haben einmal den Anfang gemacht, Ihren Onkel darzustellen! Bleiben Sie dabei! Ziehen Sie die Rolle durch“, ermuntert Champagne seinen Herrn. Ob das gut geht, werden Cousine und Tante tatsächlich nichts merken?

Liebende Männer gehen über Leichen, auch wenn’s nur erfundene sind

Das Ränkespiel geht auf: Beide lassen sich von der Maskerade täuschen, als Franz den Familienvater mimt. Sie glauben seiner, der Liebe geschuldeten, Lüge: Lourmeuil sei tot, eine Hochzeit nicht mehr möglich. Liebende Männer gehen eben über Leichen, auch wenn’s nur erfundene sind.

Sophie nimmt den Tod des vermeintlich Zukünftigen gelassen auf, ihre Liebe galt nie ihm, sondern immer Franz, gesteht sie.

Der kann sein Glück nicht fassen. Jetzt bloß keine Fehler machen und die Hochzeit schnell einfädeln, so lange die Tante die List nicht bemerkt. Er lässt nach dem Notar rufen, der Ehevertrag soll noch diese Nacht über die Klösterle-Bühne gehen. „Den Onkel gespielt, die Tante angeführt und die Nichte geheiratet“, denkt sich Champagne.

Rätselraten im Publikum: War’s das jetzt? Ist das Spiel schon vorbei? Sophie liebt Franz, Franz liebt Sophie – ist doch alles klar, oder doch nicht? Nein, gar nichts ist klar…

Der Oberst kehrt heim

…denn auf einmal steht er da, der Oberst von Dorsigny, der wahre Oberst. Und er ist nicht alleine, er hat Lourmeuil mitgebracht, der recht lebendig wirkt. Was nun? Wie Franz verstecken, wie den Onkel, überlisten, wie Lormeuil loswerden? Und mitten im Trubel Chamapgne, der sich ständig verplappert und alles nur noch schlimmer macht.

Jede Szene bringt eine andere Wendung, jeder Dialog sorgt für noch mehr Aufruhr – das absurde Verwirrkarussell dreht sich immer schneller, dass einem nur so schwindelig wird.

Bei der Kostümprobe.

Aberwitziges, furioses Verwirrknäuel

Louis-Benoît Picards Lustspiel gehört zu den weniger bekannten Stücken des französischen Dramatikers (1769–1828), zu Unrecht, wie die FSU-Inszenierung zeigt. Die Szenen, die Picard zeichnet, bilden ein aberwitziges, furioses Verwirrknäuel, in dem sich jede Figur gleich mehrfach verstrickt – sehr zur Freude des Publikums.

Roland Selva, künstlerischer Leiter der FSU, redigierte den 1790 entstandenen und von Schiller 1803 ins Deutsche übersetzten Text sehr behutsam. Ein Text, bei dem Irrungen und Wirrungen nicht die Begleitmusik sind, sondern im Vordergrund stehen.

Premiere am 14. August

Regisseur Selva kann auch 2017 auf ein vielseitiges und vielgesichtiges Schauspielerensemble zurückgreifen: Nik Neureiter (Oberst von Dorsigny), Valentina Emeri (Frau von Dorsigny), Katharina Gschnell (Sophie von Dorsigny), Sebastian von Malfèr (Franz von Dorsigny), Patrizia Pfeifer (Frau von Mirville), Markus Westphal (Lormeuil), Carlo Emanuele Esposito (Valcour), Simon Kostner (Champagne), Helmuth Mederle (Notar), Anton Gallmetzer (Polizist), Georg Kofler (Kutscher), Julia Wegscheider (Jasmin), Thekla Piger-Malojer (Florinda) und Bettina Mayrhofer (Madame Plisssee).

_______________________________

Vorstellungen am: Montag: 14.08

(Premiere), Donnerstag: 17.08, Freitag: 18.08, Montag: 21.08, Dienstag: 22.08, Donnerstag: 24.08, Freitag: 25.08, Montag: 28.08, Dienstag: 29.08, Donnerstag: 31.08 Freitag: 01.09, Montag: 04.09, Dienstag: 5.09, Mittwoch: 6.09.

Beginn: jeweils um 20.30 Uhr im KlösterleSt. Florian bei Neumarkt

Reservierungen und Information:

Ab 1. August (Bürozeiten) telefonisch unter 0471/812128 oder per E-Mail an [email protected]  oder online: http://www.fsu-neumarkt.com/reservierung

Bei schlechter Witterung wird das Stück unterbrochen oder abgesagt.

Source : https://www.stol.it/Artikel/Kultur-im-Ueberblick/Theater/Wie-kommt-Franz-an-seine-Cousine-heran

Danke Glücklich, dieses Fußballnachrichten zu lesen
Wie kommt Franz an seine Cousine heran?
#Telekom Sport, #Bundesliga, #ZDF, #Turku, #Nachrichten Heute, #General Pershing, #Willi Herren, #Eurojackpot Zahlen, #Bundesliga Spielplan 2017 18, #2. Bundesliga, #Wuppertal, #Unwetterwarnung, #Milo Moiré, #Heiko Herrlich, #Zdf Programm, #Steve Bannon, #Felicitas Woll, #Bundesliga Live, #Daniela Katzenberger, #News Heute,