Tyron Zeuge Nährt Hoffnung Auf Eine Große Zukunft

Season Preview: Dallas Cowboys

The Youth Movement

1. Einleitung

Das Youth Movement hält Einzug in Big D, Dallas Texas. Was für eine Show lieferten Dakota Dak Prescott und Ezekiel Zeke Elliott doch vergangene Saison ab. Aus dem Trümmerhaufen der Saison 15/16 wurde nach nur einem Draft, der alles verändern sollte und es wohl auch in Zukunft wird, ein Team mit Perspektive und Identifikation. Was doch perfektes Scouting und ein bisschen Glück mit einem Team so anstellen kann. Aber der Reihe nach

Die Saison 2015/2016 war an Enttäuschung kaum zu überbieten. Mit großen Ambitionen gestartet, endlich den Super Bowl erneut nach Dallas zu holen, lieferte man besonders auf Grund der Verletzung von Tony Romo eine rabenschwarze Saison ab. Doch wie es sich manchmal im Leben so herausstellt, war auch dies für etwas gut. Denn die Cowboys besaßen mit dem 4. Pick eine der größten Chancen einen direkten Impact-Player zu draften. Und gegen alle Erwartungen die löchrige Defense aufzurüsten, entschied man sich für Zeke Elliott, dem RB der Ohio State Buckeyes. Dieser stach durch sein Allaround-Game Prospekts wie Jalen Ramsey aus und sollte die Organisation nicht enttäuschen. Was 2014 mit Murray gut geklappt hat, funktionierte auch diese Saison wieder. Clock-Management und No-Defense-on-the-field waren die Devise. Doch er war nicht der einzige Volltreffer.

In der 4. Runde des Drafts 2016 entschied man sich für Dakota Prescott, ein Glücksgriff. Gestartet als dritter QB, der vor allem durch das Training mit Tony Romo an die NFL geführt werden sollte, wurde aus ihm in nur einem Jahr der Starting-QB. Dak Prescott, der Mann vom Mississippi State-College und einer bewegenden Story, würde die Franchise in nur einem Jahr auf den Kopf stellen. Wer hätte dies für möglich gehalten. Nachdem sich Romo im Pre-Season Spiel gegen die Seahawks wieder unglücklich verletzte und Kellen Moore sich den Fuß brach, war es für Dak schneller an der Zeit zu übernehmen als eigentlich angedacht. Doch genau diese Situation zieht sich durch Dakotas Leben. Sowohl in der High School als auch im College verletzten sich ebenso die Starter ihrer Teams, er übernahm und hörte nicht mehr auf zu liefern. Mit seiner Art ein Team zu führen, auf das Brot aufzupassen, seine Mitspieler zu finden und mitzureißen, spielte sich Dak in nur einer Saison fest und in die Herzen der Cowboys-Nation. Wer weiß was in Dallas passiert wäre, wenn man nicht den Fehler gemacht hätte Aaron Rodgers bei 30sek Restspielzeit das Ei zu geben...

Dennoch: diese Saison hat einen Ausblick gegeben was möglich ist und sein kann. Das Youth-Movement ist im vollen Gange und diese Preview wird erklären warum und wieso!

2. Recap Offseason/FA

Erstes Playoff Game für die neue Cowboys-Generation und das gegen einen Konkurrenten mit dem man nach 2014 noch eine gewaltige Rechnung offen hatte. Dieses Mal, schworen sie sich, wird es anders gegen die Packers. Doch die Praxis zeigte etwas anderes. Denn es lief für die Cowboys gar nichts zusammen. Zwischenzeitlich lag man fast uneinholbar mit 21:3 Punkten hinten und es machte keinen Anschein, dass es irgendwann besser laufen sollte. Doch dann kam der 40 Yards TD von Dez Bryant und das Momentum begann sich zu drehen. Bis ins 4. Viertel dauerte die Aufholjagd und mündete mit einem sehenswerten Showdown: erst versenkte Mason Crosby ein 56 Yards FG, dann führte Dak die Offense in 30 Sekunden über das Feld. Auf Grund zu weniger Auszeiten spikte man den Ball gut 30 Yards vor der Packers-Endzone, 3rd & 3. Doch anstatt den Ball an Zeke zu geben, kam der Wurf Richtung Bryant, incomplete, FG und 31-31. 30 Sekunden für Rodgers um in FG-Range zu kommen. Und genau das tat er. Nach dem Sideline Catch von Cook, haute Crosby aus 51 Yards das Ding zwischen die Stangen. Die Cowboys waren wieder einmal gescheitert. Doch wer dachte man würde erneut in Lethargie verfallen, war weit gefehlt. Denn eines geht mit dem Youth-Movement einher: nicht lange zurückblicken, optimistisch auf die neue Saison gucken und hart an den eigenen Fehlern und sich selbst arbeiten.

Wenn die Cowboys in den letzten Jahren etwas gelernt haben, dann eigene Spieler nicht um alles Geld der Welt zu verlängern. Die Spieler haben ein internes Preisschild. Wird dieses überschritten, sind eigentliche Stammspieler auch mal schnell Geschichte. So ist es dieses Jahr vielen Spielern ergangen. Angefangen mit Ron Leary, der nach der Verletzung von La'el Collins auf LG eine überragende Saison gespielt hat und aufhörend mit Barry Church, SS und Team-Captain. Die Verträge wären ohnehin auf Grund der Cap-Space Situation nicht zu bezahlen gewesen, dennoch unterbreitete man wohl wissend um den Verlust nicht einmal ein Angebot. Die Folge daraus ist, dass vor allem die Secondary in der neuen Saison ein komplett neues Gesicht bekommt. Mit den Abgängen von Brandon Carr, Morris Claiborne, Barry Church und J.J. Wilcox verlor man fast 2600 defensive Snaps. Nur Nolan Carroll (ein am Steuer trinkender CB der löchrigen Philly-Secondary..) für 10 Mio in 3 Jahren und Robert Blanton aus Buffalo für 855TSD und ein Jahr (SS und Special Teams Spezialist) wurden zur Verstärkung geholt. Dazu entschied man sich DT Stephen Paea und RT Byron Bell für jeweils 2 Mio mit Einjahres-Verträgen auszustatten. Als Projekt kommt dazu noch DE Damontre Moore, ehem. 3. Runden Pick der Giants, für 1,65 Mio in 2 Jahren. Wichtig ist zudem nach dem Retirement von Doug Free, dem Starting RT, und dem Abgang von Ron Leary noch die Verpflichtung von Guard Jonathan Cooper für 2 Mio/1J. Die WR Brice Butler (1,1 Mio/1J) und Terrance Williams (17 Mio/4J) konnte man zu einem Team freundlichen Deal halten.

Doch das war aber nicht das bestimmende Thema der Offseason, denn dies hieß Tony Romo. Der so oft verletzte und gescholtene Franchise-QB, der Mann mit einem 24 Mio$ Cap-Hit und derjenige der von einem Rookie während der Saison ersetzt wurde. Er war der tragische Held der Saison. Doch was passiert nun mit ihm? Behält man einen 24 Mio Back-Up? Setzt man Dak nach einer 13-3 Saison wieder auf die Bank? Release oder Trade? Die Gerüchte hielten sich bis kurz vor dem Draft und bestimmten die täglichen Medien genauso sehr wie täglich neue Mock-Drafts. Als Dallas-Fan war das irgendwann nicht mehr ertragbar. Umso besser das man sich kurz vor dem Draft dazu entschied ihn als Post-June-1 Cut zu entlassen. 10 Mio. USD Strafe dieses, 8 Mio. nächstes Jahr. Das war dann doch das Optimum. Es beginnt also ein neues Zeitalter, die Post-Romo Ära.

Der Draft stand an. Unzählige Mock-Drafts, Videos und Spekulatius später war es endlich wieder so weit. Der Tag der Tage in der Offseason war gekommen. Nachdem es in Runde 1 spektakulär hin und her ging, Teams ihre halbe Zukunft für Spieler verkauften, die sie vermutlich auch später bekommen hätten, waren die Cowboys an der Reihe. Sie blieben ruhig und gelassen auf ihrem 28. Platz und ließen die anderen Teams machen es sollte sich auszahlen. Die dringend benötigte D-Line Verstärkung war noch auf dem Markt: es hieß entweder Taco Charlton oder TJ Watt. Ersterer, in Mock Drafts zeitweise in den Top10 gemockt, kommt von der University of Michigan und war vorrangig in seinem letzten Collegejahr aufgeblüht. Massig Kraft und Länge, gute Moves und starken 9,5 Sacks sowie 13 Tackles for Loss sollten die Cowboys dazu bringen ihn zu draften. Willkommen in Dallas, Taco Bell! Man hatte also die erste Lücke erkannt und hoffentlich in Zukunft auch geschlossen. In Runde 2+3 sollte der nächste Need folgen: die Secondary.

Nachdem man die meisten Spieler während der Free Agency verloren hatte, folgte nun ein Double-Dip: Chidobe Awuzie und Jourdan Lewis. Beide spielen die Position des Corners und bestechen vor allem durch ihre Vielseitigkeit. Awuzie, der von der Colorado University kommt, kann sowohl Outside als auch Slot-Corner, Nickel-Corner, Safety und sogar Linebacker spielen. Lewis, der mit Big 10 Ehrungen aufwarten kann, kommt als vermutlicher Slot-Corner, hat aber auch mit einer wunderbaren One-Handed-Interception seine Fähigkeiten als Outside-Corner unter Beweis gestellt. In Runde 4 überraschten die Jones' mit Ryan Switzer, WR/PR. Der kleine Switz kommt von der University of North Carolina und hatte letzte Saison mit Mitch Trubisky das Vergnügen. Der Vergleich zu Cole Beasley hängt in keinster Weise, denn Switz ist ein starker Slot-WR und verfügt über herausragende Puntreturner-Fähigkeiten. Den Pick der Runde 5 hatte man für das Cassel-Experiment geopfert, was die Boys dazu veranlasste mit den Jets zu traden und am Anfang der 6. Runde S Xavier Woods von der LA Tech. University zu holen.

Weitere Picks:

- 6. Runde: Marquez White, CB, Florida State University

- 7. Runde: Joey Ivie, DT, Florida St.

- 7. Runde: Noah Brown, WR, Ohio State

- 7. Runde: Jordan Carrell, DT, Colorado

Der Draftjahrgang steht im Schatten eines Zeke Elliotts oder Dak Prescotts. Ob und in wie weit dieser auch nur ansatzweise anknüpfen kann bleibt abzuwarten, aber eigentlich können die Jungs nur noch überraschen.

Doch war da nicht noch was mit Suspendierungen?

3. Offense

Was wurde das Frontoffice der Cowboys nach dem Draft im letzten Jahr nicht zerrissen. Mit dem vierten Pick wurde nicht Jalen Ramsey genommen, das Top-CB-Prospect dieses Jahrgangs, sondern Ezekiel Elliott, Running Back. Das sieht erst mal nicht so schlimm aus, bedenkt man aber den relativ geringen Draft-Value dieser Positionsgruppe kombiniert mit dem Need, den Americas Team in der Secondary hatte beziehungsweise hat, stellt sich die Angelegenheit in einem anderen, schlechteren Licht dar. Soweit also die Situation zum Start der Saison, doch wie wir alle wissen, kam dann alles anders als erwartet: Elliott und Prescott wurden zu den zwei neuesten Shooting-Stars der NFL und bei ihrem Kometenhaften Aufstieg rissen sie ihr Team mit. Angeführt vom Rookie Running Back hinter einer der besten O-Lines der Liga sprang das Team von einer 4-12er zu einer 13-3er Bilanz und wurde so zur zweitbesten Franchise der Regular Season.

Auf dem Weg zum Erfolg definiert sich das Team aus Texas dabei vor allem über das dominante Laufspiel, man kontrolliert die Uhr und hält dabei gleichzeitig die eigene Defense vom Feld, die immer noch nicht das Gelbe vom Ei ist. In der vergangenen Saison stellte man hinter den Bills mit 2.396 Yards die zweitbeste Rushing-Offense der Liga und Elliott wurde in seiner Premierensaison Leading Rusher mit 1.631 Yards Jordan Howard als Zweiter kam auf knapp 300 Yards weniger. Die Kritiker verstummten dennoch nicht gänzlich. ,,Hinter dieser Line hätte auch ein zweitklassiger Back das Team führen können und ,,Jalen Ramsey wäre dennoch der richtige Pick gewesen hört man auch heute noch. Doch die meisten Argumente hat ,,Zeke nach der überragenden Saison natürlich auf seiner Seite und die Aussichten für die Zukunft sind ebenso rosig.

Anders als die Rams? Besser als die Rams!

Blicken wir jedoch erstmal zurück. So weit in der Vergangenheit müssen wir nämlich gar nicht schauen, um einen anderen Running Back zu finden, der als Rookie für großes Aufsehen sorgte. 2015 wurde Todd Gurley II von den Rams an zehnter Stelle gepickt und rannte in seiner Premierensaison für 1.106 Yards und 10 TDs bei 4,8 YPC bevor in seinem zweiten Profijahr der Einbruch folgte. 2016 standen nur noch 885 Yards und 6 TDs bei 3,2 YPC zu Buche. Was können wir nun also von Elliott erwarten? Einen Absturz a la Gurley oder einen weiter aufsteigenden Stern?

Die Frage lässt sich ziemlich leicht beantworten, denn schaut man sich die Umstände der beiden Spieler an, erkennt man, dass es außer dem starken ersten Jahr, welches ja beileibe kein Grund für einen Absturz ist, kaum Gemeinsamkeiten. Auch Elliott überzeugte in seiner Rookiesaison mit 1.631 Yards und 15 TDs bei 5,1 YPC, aber das war es dann auch schon an Parallelitäten.

Den größten und wichtigsten Unterschied dürfte wohl der Qualitätsunterschied der beiden Offensive Lines darstellen, denn auch mit dem Abgang von Veteran Ron Leary in der Free Agency und dem Karriereende von Starting Right Tackle Doug Free besitzt Dallas noch immer eine der besten Lines der NFL. Die Nachfolge der beiden Linemen wird wohl intern gelöst werden. Lael Collins war Starting Left Guard im letzten Jahr, bis er nach einer frühen Verletzung von Ron Leary verdrängt wurde. In der neuen Saison wird er jedoch allem Anschein nach nicht wieder seine alte Rolle übernehmen, sondern als neuer Right Tackle eingeplant. Ob und wann er das Level von Free erreichen kann, steht in den Sternen. Das Potential ist jedoch gegeben, was auch der Grund dafür ist, dass die Cowboys mit ihm vor kurzem bis 2019 verlängerten und ihn zum zweitbestbezahlten Right Tackle der Liga machten.

Auf der Position des Left Guards liefern sich momentan mehrere Spieler einen Wettstreit. Die Nase vorn hat dabei wohl kurz vor dem früheren Offensive Tackle Chaz Green der viel herum gekommene 1st-Round Pick der Cardinals von 2013, Jonathan Cooper. Egal, wer es am Ende wird, die Qualität von Ron Leary hat wohl keiner von ihnen, denn während Green eine neue Position lernen muss, konnte sich Cooper weder bei den Cardinals, noch bei den Patriots oder den Cleveland Browns durchsetzen. Darüber hinaus hatten beide in der Vergangenheit mit Verletzungen zu kämpfen.

Große Kopfschmerzen sollte die Offensive Line Cowboy-Fans dennoch nicht bereiten, denn alle drei verbleibenden Starter, Smith, Frederick und Martin waren letztjährige All Pros und sollten helfen, die Neuen auf ein höheres Level zu heben und die Line zu tragen. Alles in allem wäre es vermessen, dieselben Leistungen und Zahlen von der Dallas O-Line zu erwarten wie im letztes Jahr, doch gehört diese Unit immer noch zu den besten der Liga.

Auch der Rest der Dallas Offense ist der Rams Offense auf jeder Position überlegen, was sie weniger ausrechenbar macht und Druck von Elliott nimmt, da Dak Prescott bewiesen hat, dass er Spiele auch durch die Luft gewinnen kann (Week 11 vs Baltimore), wohingegen die Rams die schlechteste Offense des Jahres 2016 stellten, sowohl was Total Yards als auch Total Points angeht.

Dazu kommt noch die Rolle der beiden im Passing Game. Elliotts Statistiken als Receiver heben sich nicht großartig von denen Gurleys ab, sie sind eher zwischen seinen beiden Saisons einzuordnen. Doch Elliotts Rolle sollte sich weiter vergrößern. Vor allem bei einfachen Screenpässen wie gegen Pittsburgh als er einen 83-Yard Touchdown verwandelte, ohne einen Gegner zu berühren. Zum anderen werden wohl einige Snaps in entsprechenden Passingsituationen frei, da Lance Dunbar das Team verlassen hat und bei den Rams angeheuerte.

Das einzige Gegenargument ist das NFL-Tape von Elliott, dass letzte Saison noch nicht existierte und den gegnerischen Defenses einen besseren Ausblick darauf geben könnte, was sie vom Sophomore-RB erwarten können. Ob ihnen das jedoch hilft, darf bezweifelt werden, bedenkt man, dass die Teams vorher bereits drei Jahre College-Tape zur Verfügung hatten.

Betrachtet man all diese Aspekte, stehen die Zeichen also eher auf einer Wiederholung des fantastischen Rookie-Jahres als auf einen Einbruch im Stile seines Pendants bei den Rams.

Allerdings legte sich vor kurzem der Schatten einer drohenden sechs-Siele-Sperre über den Youngster. Es wurde Einspruch eingelegt und noch ist unklar, wie lange die Sperre wird und ob sie überhaupt in dieser Saison in Kraft tritt. Dementsprechend unklar sind auch noch die Auswirkungen. Zum einen könnte er aus der Spur geworfen werden, zum anderen könnte ihn eine Pause zu Beginn der Saison fitter in die möglichen PlayOffs gehen lassen. All das ist jedoch nur Spekulation, wirklich Handfestes werden wir erst später zu Gesicht bekommen.

Können die Cowboys auch Passing Game?

Kommen wir also zum zweiten Rookie-Superstar der Boys: Dakota ,Dak Prescott, 4th-Round Pick und geplanter dritter Quarterback, später dann bester Rookie-QB seit Ben Roethlisberger und Zukunftshoffnung. Und wenn man sich mit Prescott befasst, muss man sich automatisch auch mit dem Receiving Corps befassen. Die Dallas-Offense definiert sich vor allem über das Running Game, klar, doch das Passing-Game dabei zu vergessen, würde der ganzen Unit nicht gerecht werden.

Neben Prescott als aufstrebenden Quarterback hat man mit Dez Bryant einen Top Ten WR der letzten Jahre und einen weiteren Star in der Offense, auch wenn er, zumindest teilweise bedingt durch Verletzungen und Quarterback-Probleme, in den letzten beiden Jahren nicht mehr dieselben Zahlen auflegt wie zwischen 2012 und 2014. In der letzten Spielzeit befand er sich zumindest wieder in ansteigender Form. Mit 796 Yards und 8 Touchdowns war er zwar weit entfernt von den besten der Liga, verdoppelte aber auch seine Werte aus dem Vorjahr.

Der dritte Star ist zwar eher am Boden aktiv, doch wie bereits beschrieben, hat Elliott großes Potential gezeigt und es würde nicht überraschen, sollte er eine größere Rolle im Passing Game bekommen und Prescott mehr Optionen geben. Zum einen mit Screen-Pässen, zum anderen als Checkdown-Option gegen gute Coverage als Receiver aus dem Backfield.

Weitere Waffen der Dallas-Offense sind Tight End Jason Witten als Go-to-Guy in wichtigen Situationen und Prescotts Lieblingsziel Cole Beasley. Jedoch wurde das Arsenal in diesem Draft noch erweitert: In der vierten Runde pickte man mit Ryan Switzer einen Wide Receiver, der im Slot eine große Rolle bekommen könnte.

Als ähnlicher Spielertyp wie Cole Beasley sah er zuerst wie dessen Nachfolger bzw. Ersatz aus, doch es sieht so aus, als ob die beiden häufiger gleichzeitig auf dem Platz stehen könnten. Beide sind kleine, wendige Slotreceiver und Switzer wird Beasley wohl mit einem ähnlichen Routetree ergänzen, was die Offense für die Gegner noch schwerer ausrechenbar macht und es Prescott erleichtern wird, nicht im Sophomore Sumpf zu landen.

Das Passing Game muss sich also keineswegs vor dem dominanten Rushing Game verstecken. Gespickt mit vielen verschiedenen Waffen sind die Cowboys unter der Führung von Dak Prescott sehr wohl auch in der Lage ein Spiel durch die Luft zu gewinnen.

Projected Starter:

QB: Prescott

HB: Elliott

OL: Smith, Cooper/Green, Frederick, Martin, Collins

WR: Bryant, Williams, Beasley

TE: Witten

4. Defense

Was ist nicht alles über die defensiven Probleme der Cowboys berichtet worden. Die Offense sei das Prunkstück und die Defense würde einen Run in den Play-Offs mit großer Wahrscheinlichkeit zunichtemachen. Dass es letztlich auch so war ist das Ironische an der ganzen Sache. Ausgerechnet Byron Jones, der eine sehr solide 2te NFL-Saison spielte, aber noch deutlich Luft nach oben besitzt (vor allem gegen TE wie Jordan Reed wurde das sehr deutlich), verpasste es Cook an diesem zweifellos herausragenden Catch zu hindern. Doch die ausgemachten Probleme sind nicht an einem Spieler auszumachen, oder wie es die Medien berichteten im Kollektiv zu suchen, sondern nur an einzelnen Stellen und Bereichen.

Grundlegend ist festzuhalten, dass die Cowboys Defense die beste gegen den Run war und in TYPG ebenfalls in den Top 15 gelandet ist. Der eigentliche Grund für die mediale Skepsis und dem Ausscheiden gegen die Packers war die Passverteidigung. Dort landete man auf Platz 23 NFL-weit.

Die Lösung des Problems fängt vorne in der Defensive-Line an und hört bei den Safetys auf. Erstens wird es über die Spieldauer versäumt nicht nur punktuell Druck auf den gegnerischen QB auszuüben, sondern diesen auch konstant, und vor allem ohne Blitzes, zu entwickeln. Marinellis System ist es, die D-Line ständig zu rotieren und viele gleichwertige Spieler einzusetzen. Daher sollte man eigentlich meinen, es sei kein Problem für die Jungs um Demarcus Lawrence oder David Irving dieses offensichtliche Problem zu beheben, doch weit gefehlt. Die Spieler haben häufig vorrangig mit sich selbst zu kämpfen. Tyrone Crawford und Demarcus Lawrence sind zwar beides sehr solide Spieler und haben ihren Wert auch schon mehrfach unter Beweis gestellt, dennoch sind sie die Dauerinvaliden. Beide kämpfen mit Rückenproblemen und waren während der Offseason komplett außer Gefecht gesetzt. Wie soll man sich da verbessern? Für Spieler wie Thornton oder Mayowa galt es in Jahr 1 sich im neuen Team zu akklimatisieren. Und zumindest Mayowa ist es als produktivstem Spieler (25 Tkl, 6 Sacks, 1 FF, 1 FR) auch gelungen. Thornton hingegen kam mit großen Erwartungen aus Philly, konnte diese aber nie erfüllen und muss sich im zweiten Jahr nun endlich als Run-Stopper beweisen und den nach Washington abgewanderten Terell McClain ersetzen. Und dann gäbe es da noch die dritte Fraktion: Die Suspendierten. Lawrence gehörte dazu, als er am Anfang der Saison die ersten vier Spiele aussetzen musste. Randy Gregory hingegen fand das Leben ohne Football so entspannt, dass er gleich ein weiteres Jahr buchte. Und David Irving hat offensichtlich beim Lesen der Inhalte des von ihm unterstützten Produktes seine Lesebrille vergessen. Die Konsequenz: auch er wird die ersten 4 Spiele fehlen. Doch es gibt neue Hoffnung: Irving wird nach der Sperre stärker zurückkommen, Taco Charlton kommt als Erstrunden Pick in der Rotation dazu und wird hoffentlich mit Tag 1 seinen Impact beitragen. Damontre Moore zeigte im Training vielversprechende Ansätze und mit Charles Tapper stößt der letztjährige 4. Runden Pick dazu. Die positive Ausnahme der letzten Saison, Maliek Collins (5,0 Sacks, 1 FF), ist auf einem guten Weg auf sich aufmerksam zu machen und gilt mit einer kompletten Vorbereitung (die letzte hatte er auf Grund einer Verletzung verpasst) auf einem guten Weg Pro Bowler zu werden. Alles getreu dem Motto: Es kann nur besser werden.

Die Stärke der Defense war und ist der Linebacker-Corp. Angeführt von All-Pro Sean Lee war auf die Jungs letztes Jahr durchaus Verlass. 154 Combined Tackles für Lee, 78 Tackles und 1,5 Sacks für Anthony Hitchens lesen sich sehr gut. Dazu kommt mit Jaylon Smith der wohl polarisierendste Zweitrundenpick des letzten Jahres. Durch seine schwere Knieverletzung verpasste er sein Rookiejahr, wird aber mit aller Wahrscheinlichkeit dieses Jahr auf das Feld zurückkehren. Sollte er nur zu 80% an die Leistungen vom College herankommen, hat sich dieser Pick schon gelohnt. Und eigentlich sollte auch Damien Wilson als Strongside-Linebacker zum Team gehören. Doch der junge Mann, der letztes Jahr seinen Durchbruch hatte und auf dem Sam-Linebacker-Spot als Starter agierte, hatte andere Pläne als er vermutlich mit Absicht eine Frau wegen einem Parkplatz anfuhr und einen Mann mit einer Waffe bedrohte. Kyle Wilber, Mark Nzeocha und Rookies wie John Lotulelei werden dazu ihre Chancen bekommen sich zu beweisen.

Rein von den Namen der Secondary betrachtet könnte man davon ausgehen, dass hier das eigentliche Problem der Defense lag, doch weit gefehlt. Brandon Carr, Morris Caiborne und auch Barry Church trugen ihren Teil dazu bei die Coverage so lange es geht aufrecht zu erhalten, um der D-Line die nötige Zeit zu geben Druck auf den QB auszuüben. Doch so etwas stellt Leute wie Rodgers oder Brady vor keine größeren Probleme, weshalb sich im Sommer auch entschieden wurde auf teure Verträge zu verzichten und die Secondary durch den Draft zu verbessern. Nolan Carroll, der betrunken Auto fuhr und daher vermutlich für zwei Spiele gesperrt werden wird (da haben wir es wieder...), hat sich vermutlich selbst aus der Rotation genommen und macht Platz für die Anthony Browns und Chidobe Awuzies dieser Welt. Zusammen mit Orlando Scandrick bilden die beiden das neue CB-Triple. Brown wird in seinem zweiten Jahr wohl Starter sein und nach einem starken letzten Jahr sich noch verbessern. Zwischen Awuzie und Scandrick entscheidet sich wer Outside und wer im Slot spielen wird. Beide sind starke Blitzer und Mann gegen Mann Verteidiger. Scandrick ist am Ende der Saison langsam zu der Form vor seiner Kreuzbandverletzung gekommen und gibt berechtigte Hoffnung auf Besserung. Er bleibt jedoch weiter sehr verletzungsanfällig. Jourdan Lewis wird wohl ebenso seine Chance bekommen, vorausgesetzt der Prozess um ihn und seine Verflossene endet ohne Folgen für den Mann aus Michigan seitens der NFL. Die SS-Position wird nach dem Abgang von Church und Wilcox nun neu besetzt. Heißer Kandidat dafür ist Jeff Heath, der gegen die Packers ein überragendes Spiel absolvierte und den vorher seit acht Spielen fehlerfreien Rodgers nur dank einer Holding-Strafe nicht ein zweites Mal interceptet hatte. Hoffnungen dürfen sich zudem Xavier Woods und Kevon Frazier machen. Byron Jones steht auf der anderen Seite unter genauer Beobachtung. Denn nach der Saison entscheidet sich, ob die Cowboys die 5th Year-Option des Firstroundpicks ziehen wollen oder nicht. Es wäre für ihn auf jeden Fall Zeit zwei bis drei Schritte nach vorne zu machen.

Die Defense spiegelt alles in allem ein großes Fragezeichen wieder, hat aber durch die Neustrukturierung die große Chance eine Einheit zu bilden sich gegenseitig zu pushen. Es war auf jeden Fall schon lange nicht mehr so interessant eine Cowboys-Defense zu beobachten.

Projected Starter:

LDE: Charlton; DT: Thornton/Collins; RDE: Lawrence

LOLB: Wilson/Hitchens; MLB: Hitchens/Smith; ROLB: Lee

CB: Brown/Scandrick

SS: Heath; FS: Jones

5. Special Teams

Die Cowboys haben mit Rich Bisaccia einen der besten Special Teams Coaches der NFL. Doch bis auf das Big Play von Kyle Wilber als er den Fumble gegen die Vikings forcierte, was das Spiel zu Gunsten der Jungs mit dem Stern drehte, blieben keine großartigen Auffälligkeiten in Erinnerung grundsolide mag man sagen. Dennoch gehörten das Returnteam um Beasley und insbesondere Lucky Whitehead mit unter 20 Yards zu den schlechtesten der Liga. Whitehead, der Sophomore WR, galt als Nachfolger des nach NY abgewanderten Dwayne Harris, doch diese Erwartungen konnte er nicht ansatzweise erfüllen. So ist es auch kaum verwunderlich, dass im Draft mit Ryan Switzer ein Returnspezialist den Weg nach Big D gefunden hat und Whitehead entlassen wurde. Der Tar Heel, der insgesamt 7 Punt-Return-TD´s in seiner Karriere verzeichnet, wird das Punt- und Returngame auf ein neues Level heben, so zumindest die Erwartungen. Durch seine Quickness und seine unnachahmlichen Körpertäuschungen könnte Switz so manchen Spieler auf dem falschen Fuß erwischen. Und was würde es Dak und seiner Offense nicht helfen eine aussichtsreichere Feldposition zu haben, anstatt ständig an der eigenen 20 Yardlinie starten zu müssen.

Viele der Specialteamer sind weiterhin dabei und werden wahrscheinlich durch einen gesunden Kevon Frazier oder Robert Blanton als Spezialisten ergänzt.

Kicker Dan Bailey und Punter Chris Jones gehören auch weiterhin zu den Besten der Liga. Gerade Jones hatte eine überragende Saison und gefiel nicht nur durch seinen Fake-Punt gegen die Eagles.

Alles in allem ist gerade in den Special Teams noch einiges an Luft nach oben und die Hoffnung ruht vor allem auf einem Rookie aus North Carolina.

Projected Starter:

KR/PR: Switzer

Kicker: Bailey

Punter: Jones

LS: Ladouceur

6. Players to watch

Switzer: Switzer sollte wohl nach Prescott der zweite aufeinander folgende Viertrundenpick mit direktem Impact sein. Zum einen sollte er Snaps als Slotreceiver erhalten und die Offense komplexer machen und zum anderen wird er die Special Teams mit seinen Returnfähigkeiten auf ein neues Level hieven. Es wird interessant zu sehen, wie groß seine Rolle letzten Endes wird, aber sein Start in die NFL wird definitiv spannend zu verfolgen sein.

Jaylon Smith: Der Pick von Smith war letztes Jahr ein ganz schöner Gamble, ein Pick mit hohem Risiko und möglichem hohen Ertrag. Stand heute hat sich das Risiko ausgezahlt, Smith Knie ist beinahe vollständig geheilt, vor kurzem konnte er erstmals wieder mit Kontakt trainieren. Er ist ein riesiges Talent auf der Linebacker-Position und wird in der kommenden Saison wohl erstmals mit dem Stern auf dem Helm auf dem Platz stehen. Zuerst wird er nur BackUp sein, aber die Zukunft gehört ihm.

Lael Collins und der neue LG: Die Offense von den Cowboys baut auf ihrem Prunkstück auf, der Offensive Line. Und dieses Rückgrat befindet sich grade im Umbruch. Damit das Running Game weiter so dominant auftreten kann und Prescott auch in Zukunft beste Voraussetzungen für seine Entwicklung hat, sollten die beiden neuen Starter in der Line besser früher als später ein ähnliches Level erreichen wie ihre Vorgänger.

7. Saisonausblick und Fazit

Amerikas Team war die Überraschung der letzten Saison, doch werden die Boys das Level halten können? In der Defense und der Offensive Line ging viel Erfahrung verloren und man wird jetzt kaum noch als Underdog in die Spiele gehen und andere Teams überraschen können. Auch der Schedule hat es in sich, neben den Entscheidungsspielen gegen Ende der Saison wird gerade der Start wird sehr schwierig, mit Spielen gegen die Giants, Broncos, Cardinals und dem Rematch mit den Packers vor der Bye-Week in Woche sechs. Auf der anderen Seite hat Dallas im letzten Jahr gezeigt, dass ihr Spielstil auch gegen bessere Mannschaften funktioniert: Die Qualität ist also da den schweren Start zu meistern. Bleibt man von Verletzungen verschont, sollte es für die Playoffs reichen, auch wenn noch nicht für den Super Bowl. Mit etwas Glück sind aber schon unwahrscheinlichere Sachen passiert. Der Weg in der NFC East wird über die Giants gehen, die von ihrer starken Defense profitieren. Ein Wildcardspot mit 10 bis 11 Siegen sollte aber drin sein. Sollte Elliott jedoch den Beginn der Saison aussetzen müssen, seien es nun die sechs Spiele oder doch weniger, müsste man die Prediction um ein bis zwei Siege herunterschrauben, auch wenn Darren McFadden zweifellos einer der besseren Back-Ups der Liga ist.

Prediction: 10-6

Von Binne41 und Bankwärmer

Source : http://www.spox.com/myspox/group-blogdetail/Season-Preview--Dallas-Cowboys,223362.html

Thank you Glücklich, dieses Fußballnachrichten zu lesen
Season Preview: Dallas Cowboys
FC Bayern eröffnet Bundesliga-Saison ohne Kapitän Neuer
Die erste Kritiker-Umfrage ist da Marco Goeckes „Nijinsky“ ist Favorit der „Tanz“-Leser
Netzpolitik-Podcast 136 mit Hans-Christian Ströbele: „Was Edward Snowden uns geliefert hat, ist die Wahrheit“
Mein Freund, der Stadtbaum, ist tot
Medienbericht – HSH Nordbank will Reeder 800 Mio Dollar erlassen
Witzig, zynisch, herzlich – und was noch?
Balance zwischen harter Arbeit und viel Spaß
Ökosystem versus Egosystem – Den Sprung ins digitale Zeitalter wagen
Hot Stocks: Zehn heiße Nebenwerte mit viel Potential
#Nachrichten Heute, #General Pershing, #Milo Moiré, #Willi Herren, #Felicitas Woll, #Daniela Katzenberger, #Bundesliga Spielplan 2017 18, #News Barcelona, #Saturn Angebote, #Channing Tatum, #Sophia Wollersheim, #Fenerbahce, #Unwetterwarnung, #Barcelona, #Dirty Dancing, #Patrick Swayze, #Real Madrid, #Frauke Petry, #Nokia 8, #21 Jump Street,