Portugal Trauert Um Die Opfer Der Verheerenden Waldbrände

Trotz der Mobilisierung von rund 2000 Feuerwehrleuten bekommen die portugiesischen Behrden die verheerenden Waldbrnde im Zentrum des Landes nicht in den Griff. Zwar sanken in der Nacht zum Montag die Temperaturen, dennoch griffen die Flammen auf zwei weitere Regionen ber. Seit Sonntag gilt eine dreitgige Staatstrauer zum Gedenken an die ber 60 Toten. Experten warnten, wegen des Klimawandels knnten sich derart verheerende Brnde in Zukunft hufen.

Bei dem tdlichsten Waldbrand in der jngeren Geschichte des Landes kamen bis Sonntag mindestens 62 Menschen ums Leben, mehr als 60 weitere Bewohner wurden verletzt. Fnf von ihnen schwebten am Montag noch in Lebensgefahr. Unter den Toten war auch ein Franzose, wie das Auenministerium in Paris mitteilte. Nach Angaben der portugiesischen Behrden weiteten sich die Brnde von der Region Pedrgo Grande auf die beiden benachbarten Bezirke Castelo Branco und Coimbra aus.

Der Brand war am Samstagnachmittag nahe der Ortschaft Pedrgo Grande ausgebrochen und hatte sich in der Hitze und angefacht vom Wind rasend schnell in vier Richtungen ausgebreitet. Viele Menschen wurden auf der Flucht vor den Brnden in ihren Autos von der Feuerwalze eingeholt, andere starben in ihren Husern. Die Landstrae in dem Gebiet wurde fr viele zu einer tdlichen Falle.

Die Behrden rechneten mit weiteren Opfern. Sie warnten weiterhin vor "hchster Brandgefahr" in der Region.

Prsident Marcelo Rebelo de Sousa sprach von einer "Tragdie". Ganz Portugal leide mit den Familien der Opfer, doch ebenso gro sei die Solidaritt, erklrte er am Sonntagabend. Die Katastrophe in der abgeschiedenen lndlichen Region treffe Menschen, "von denen man kaum spricht", fgte er hinzu.

Binnen 24 Stunden verwandelten sich die Pinien- und Eukalyptuswlder in verkohlte Baumskelette, ber dem Gebiet hing eine dichte Rauchdecke. Viele berlebende standen unter Schock. "Wir sind gerade noch rechtzeitig rausgekommen, ich auf dem Traktor, mein Mann in unserem Lieferwagen", erzhlt die 62-jhrige Buerin Luisilda Malheiro. Von ihren Tieren dagegen konnte sie nur zwei Ziegen retten.

Aus mehreren Lndern traf Untersttzung ein: Spanien und Frankreich schickten am Sonntag mehrere Lschflugzeuge, weitere Flugzeuge und Feuerwehrteams wurden am Montag im Rahmen der EU-Zivilschutzhilfe erwartet. Auch das krisengeschttelte Griechenland bot Verstrkung durch seine Feuerwehr an.

Ausgelst wurde der verheerende Brand durch ein sogenanntes Trockengewitter, bei dem kein Niederschlag fllt - die Ermittler fanden einen Baum, der vom Blitz getroffen wurde. Zentralportugal leidet derzeit unter extremer Hitze. Am Wochenende herrschten Temperaturen von ber 40 Grad.

Experten warnten, Portugal msse in Zukunft hufiger mit derartig verheerenden Waldbrnden rechnen. Das Land sei von der Klimaerwrmung besonders betroffen, sagte Thomas Curt vom franzsischen Klima- und Agrarforschungsinstitut Irstea. Nach seinen Angaben stiegen die Temperaturen in Portugal in den vergangenen 50 Jahren stets schneller an als der globale Durchschnitt.

Zudem war der Juni in diesem Jahr auf der gesamten iberischen Halbinsel wrmer und trockener als gewhnlich. Hinzu kommt, dass Portugals Vegetation vorwiegend aus leicht entflammbaren Pflanzen besteht - wie etwa Eukalyptusbume und Pinien, die, wenn sie austrocknen, wie Zunder brennen.

Um derart viele Opfer in Zukunft zu verhindern, rt Curt zu einer Reihe Manahmen. Dazu zhlten kurzfristig mehr Kontrollen, mehr Feuerwehrleute sowie das Verbot offener Feuer, sagte Curtis. Langfristig drften Wohngebiete nicht mehr so nah an Busch- oder Waldgebieten stehen, sagte er. Und "natrlich", fgte er hinzu, "mssen wir die Klimaerwrmung selbst drosseln".

Source : http://www.wochenblatt.de/nachrichten/welt/Portugal-trauert-um-die-Opfer-der-verheerenden-Waldbraende;art29,450777

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