Finsbury Park War Eine Brutstätte Des Terrors

Ein Van fährt in eine Gruppe von gläubigen Muslimen im Norden von London, ein Mensch stirbt. Der Vorfall ereignete sich nach Angaben des Britischen Rats der Muslime vor einem muslimischen Gemeinschaftshaus in der Nähe der North London Central Moschee. Aus seiner Sicht könnte es sich um einen gezielt gegen Muslime gerichteten Anschlag gehandelt haben. «Von den Augenzeugenberichten her scheint es, als ob der Täter von Islamhass motiviert gewesen wäre», schrieb der Rat am frühen Montagmorgen auf Twitter.

Die Moschee, die bis zum Jahr 2005 als Finsbury Park Moschee bekannt war, wurde mehrere Jahre lang mit extremistischer Ideologie und Beziehungen zur Terrororganisation Al-Qaida in Verbindung gebracht.

Als sie 1988 mit einem der größten Gebetsräume des Landes eröffnet wurde, sahen viele Muslime darin einen wichtigen Meilenstein. Rund zehn Jahre später galt das Gotteshaus laut der BBC jedoch als Synonym für die «größten Ängste um islamistischen Extremismus Großbritanniens».

Der einäugige Hassprediger

Verantwortlich dafür war unter anderem der 1996 eingesetzte Imam Abu Hamza al-Masri. Der aus Ägypten stammende Imam der Moschee Ingenieur hielt in dem Gotteshaus radikalislamische und antiamerikanische Brandreden und wurde im Februar 2006 wegen Aufrufs zu Rassenhass und Mordanschlägen zu sieben Jahren Haft verurteilt.

Der einäugige Imam, bei dem ein Haken die rechte Hand ersetzt, soll außerdem Gläubige mit seinem radikalen Gedankengut inspiriert haben. Darunter ist der als «Schuhbomber» bekannt gewordene Richard Reid und Zacarias Moussaoui, einer der Verantwortlichen für 9/11 – beides Mitglieder der Al-Qaida. Außerdem Mohammed Sidique Kha, einer der vier Selbstmordattentäter, die sich am 7. Juli 2005 im öffentlichen Verkehr in London in die Luft sprengten.

Mit einem Großaufgebot stürmte die Polizei 2003 das Gotteshaus, das daraufhin geschlossen wurde. Nach der Wiedereröffnung der Moschee 2005 versucht der Vorstand das Vertrauen der Bevölkerung wieder zurückzuerlangen. Seit mehr als zehn Jahren gab es keine Verbindungen mehr zu radikalem Gedankengut. Die neue Moschee-Leitung hatte in der Vergangenheit dennoch Drohungen erhalten.

(L'essentiel/kko/sda)

Source : http://www.lessentiel.lu/de/news/story/Finsbury-Park-war-eine-Brutstaette-des-Terrors-19260849

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