Arminia Am Samstag Gegen Düsseldorf – Saibene: Möglichst Weit Kommen Entspannt In Den Pokalmodus

Zum ersten Bielefelder DFB-Pokalheimspiel seit zwei Jahren (0:2 in Runde eins gegen Hertha BSC am 10. August 2015) erwartet der DSC etwa 19.000 Zuschauer, darunter 2800 Gästefans.

Der Gegner ist Ligarivale Fortuna Düsseldorf, Arminia will an die Erfolge der vergangenen Jahre anknüpfen. In der Saison 2014/15 erreichte der DSC unter Norbert Meier das Halbfinale (  0:4 gegen Wolfsburg ).

In der vergangenen Spielzeit war im Viertelfinale  bei Eintracht Frankfurt (0:1) Schluss. »Das Ziel ist natürlich, möglichst weit zu kommen«, sagte Saibene vor der Erstrundenpartie gegen Düsseldorf.

Bisher größter Pokalerfolg in St. Gallen

Er habe »natürlich mitbekommen, wie erfolgreich Arminia im Pokal gewesen ist«,  verriet der Coach . Und dass der Cupwettbewerb eine  willkommene Einnahmequelle für den hoch verschuldeten Klub ist , weiß er auch. »Wegen der Finanzen machen wir uns aber nicht zu viel Druck. Wir fokussieren uns allein auf unsere Arbeit und wollen auftreten wie in den Ligaspielen«, sagte Saibene. Die Chancen auf einen Sieg gegen die mit vier Punkten aus zwei Ligaspielen ebenfalls gut gestarteten Fortunen beziffert der Bielefeld-Trainer auf »50:50, die Teams begegnen sich auf Augenhöhe«.

Saibenes Pokalbilanz in der Schweiz, von wo der 48-Jährige im März nach Ostwestfalen gewechselt war, ist sehr ordentlich. Mit dem FC St. Gallen gelang ihm der größte Erfolg in der Saison 2014/15, als der Klub bis ins Halbfinale vordrang. Dort war gegen den 20-maligen Schweizer Meister FC Basel Endstation (1:3).

Zwangspause für Quaschner

Der Trainer hat übrigens, ebenso wie für den Fall des Aufstieges, auch eine Prämie für den Pokalsieg in seinem Vertrag. »Wenn ich das nicht hätte, wäre ich ein schlechter Trainer«, sagte Saibene, der drei verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen hat.

Neben dem Langzeitverletzten Christopher Nöthe (Reha nach Kreuzbandriss) und dem seit Saisonbeginn fehlenden Tom Schütz (Probleme an der Achillessehne) kann auch Neuzugang Nils Quaschner nicht mitspielen. Der Stürmer muss wegen einer Entzündung im Knie etwa drei Wochen pausieren. Bei Mittelfeldspieler Schütz hofft Saibene, ihn nach dem Ligaspiel gegen den VfL Bochum (21. August) wieder dabei zu haben.

Saibene: Besetzung ist Luxusproblem

Spielberechtigt ist der in der Liga rotgesperrte Nils Teixeira. Ob er Florian Dick als Rechtsverteidiger verdrängen kann, ist aber fraglich. »Diese Besetzung ist ein Luxusproblem. Schade, dass nur einer dort spielen kann«, äußerte der Coach über dieses Duell.

Wie in der Liga wird David Ulm (33) auch im Pokal nicht zum Kader gehören. Der Mittelfeldspieler darf den Verein verlassen, vorerst trainiert der Franzose zur Hälfte mit den Profis und bei der U23. Für das Oberligateam kam Ulm – wie auch Sören Brandy – am vergangenen Wochenende im Test gegen Landesligist  SC Verl II zum Einsatz. Beim 5:0 erzielten beide jeweils einen Treffer. »Das Feedback der Trainer war sehr positiv«, lobte Saibene. Im Gegensatz zu Ulm ist Brandy nach auskurierter Muskelverletzung eine Alternative für das Pokalduell.